Für den Chiphersteller Intel ist das Thema WLAN als Erfolgsstory bereits abgehakt, der Konzern setzt ganz auf WiMax (Worldwide Interoperability for Microwave Access). Andere Experten räumen dem neuen Standard jedoch vorerst weniger Erfolgsaussichten ein. Ab 2006 sollen die ersten Centrino-Laptops auch über das erforderliche WiMax-Modul verfügen. Intel betrachtet den Centrino demnach weniger als Prozessor, sondern viel mehr als eine Plattform für die Integration mobiler Technologien. Dass dabei nicht auch UMTS als Modul integriert wird, liegt Ganz zufolge an der europäischen Ausrichtung der Mobilfunktechnik.
Die Erfolgsstory von WLAN wird sich zumindest in Deutschland mit WiMAX aber nicht noch einmal wiederholen. Das steht für die meisten Experten schon jetzt fest. Zum einen, weil der Standard noch gar nicht so weit ausgereift ist, dass sich die gesamte Breite der Nutzungsmöglichkeiten schon einschätzen lässt. Damit ist auch noch völlig offen, was künftig regulatorisch erlaubt sein wird. Zudem steckt die Frequenzvergabe hier zu Lande noch in den Anfängen. Laut Rüdiger Hahn, Abteilungsleiter für Rechtsfragen Lizenzen und Frequenzen bei der Regulierungsbehörde, strebt die Behörde an, das Frequenzspektrum von WiMAX zwischen 2 GHz und 10,6 GHz Bereich vollständig auszunutzen und so einer Frequenzknappheit von vornherein vorzubeugen. Gerade im besonders nachgefragten Bereich von 3,6 GHz hat die RegTP aber bereits etwa 200 bis 250 Lizenzen für WLL (Wireless Local Loop) erteilt. Auch wenn diese Lizenzen auf 2007 begrenzt sind, könnte sich die Neuordnung des Frequenzspektrums zusammen mit den teilweise insolventen Lizenznehmern nach Einschätzung von Hahn aber schwierig und langwierig gestalten.
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