Der kalifornische Chipriese Intel sorgt sich um die Vormachtstellung der USA im Hightechbereich, berichtet der Branchendienst Cnet. "Unser Bildungssystem ist lausig", sparte Pat Gelsinger, Spitzenmanager des Chipriesen, beim Intel Developer Forum in San Francisco nicht mit harscher Kritik. "Und wir haben eine schwache Infrastruktur, die langsam verfällt", kritisierte Gelsinger.
Global agierende Unternehmen wie Intel könnten das ausgleichen, indem sie Arbeitskräfte einfach woanders engagieren, sagte Gelsinger. "Für uns als Unternehmen ist das okay, aber als US-Staatsbürger fürchte ich um die Wettbewerbsfähigkeit meines Landes". Microsofts CTO Craig Mundie stieß bei der Konferenz in dasselbe Horn. "Die USA sind in zunehmendem Ausmaß mit einem Defizit im Bildungsbereich konfrontiert." Microsoft-Chairman Bill Gates hatte vor einer Woche ebenfalls das Bildungswesen kritisiert: "Amerikas Highschools sind veraltet", lautete die Kritik von Gates.
Sowohl Intel als auch Microsoft sehen einen Pool von Talenten in geographisch weiter Ferne. Der Microsoft-Chef-Techniker etwa pries Russland, das über ein reichhaltiges Erbe in Mathematik und Naturwissenschaft verfüge, das dabei helfen könnte, in Zukunft wesentliche technische Probleme zu lösen. Intel wiederum hat ein Auge auf den Nahen Osten geworfen. Der Chiphersteller ist bereits in Israel engagiert, will aber künftig auch in Ägypten verstärkt auftreten. Gedacht sei daran, eine Abart des Intel Developer Forum in den Staat am Nil zu bringen.
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