Der Lieferumfang des New Nintendo 3DS XL ist eher beschränkt. Neben der tragbaren Spielekonsole selbst, befindet sich nur eine Bedienungsanleitung im Karton. Ein Netzteil wird nicht mitgeliefert – es können bereits vorhandene Netzteile seit dem Nintendo DSi verwendet oder es muss eines separat angeschafft werden. Glücklicherweise wird dies auffällig auf der Packung angekündigt, weshalb ein enttäuschter Blick in den Karton daheim ausbleiben sollte.
Im Vergleich zur Vorgängergeneration wurden mehrere Verbesserungen vorgenommen. Die Leistung wurde beim Prozessor und RAM ein bisschen gesteigert, um Spiele flüssiger darzustellen. Auch die maximal mögliche Downloadgeschwindigkeit soll verbessert worden sein. Die Größe der Bildschirme des 3DS XL ist unverändert geblieben, die Bildschirme des kleinen 3DS wurde leicht angehoben. Die Auflösungen sind beide unverändert bei 800 x 240 (oben) und 320 x 240 Bildpunkten (unten) geblieben. Der neue C-Stick ermöglicht neue Eingabemöglichkeiten, wie die Kontrolle der Sicht unabhängig von der Figurensteuerung. Zusätzlich gibt es ein Paar neue Schultertasten neben den schon vorhandenen. Das Circle Pad Pro ist somit obsolet. Die Knöpfe A, B, X und Y haben Farbakzente erhalten. Dies ist aber nur eine optische Änderung. Apropos optische Änderung, die kleine Version des New Nintendo 3DS hat die Möglichkeit bekommen, auswechselbare Zierblenden zu verwenden. Dadurch kann die Konsole individueller gestaltet und an die persönlichen Vorlieben angepasst werden. Die Konsole verwendet jetzt microSD-Karten (4GB) statt normalen SD-Karten und die Laufzeiten wurden verbessert.
Der New Nintendo 3DS XL hat einen neuen C-Stick und eine verbesserte 3D-Darstellung erhalten.
Zusätzlich werden durch den neuen NFC-Chip jetzt amiibos unterstützt.
Der New Nintendo 3DS XL hat einen neuen C-Stick und eine verbesserte 3D-Darstellung erhalten.
Zusätzlich werden durch den neuen NFC-Chip jetzt amiibos unterstützt.
Der neue NFC-Chip ermöglicht nun auch die Nahfeldkommunikation mit dem New Nintendo 3DS. Dies ermöglicht die Verwendung von Nintendos amiibos nun auch auf dem New 3DS. Die amiibo-Figuren können verwendet werden, um Spiele wie Super Smash Bros. um weitere Spielelemente zu erweitern. Die separat erhältlichen Figuren müssen kurz auf dem unteren Bildschirm platziert werden. Dadurch können weitere Dinge freigeschaltet oder Informationen wie das Level einer Figur auf dieser gespeichert werden. Es ist mittlerweile eine große Anzahl an amiibos für verschiedene Spiele verfügbar – sie können sowohl an der Wii U als auch am New 3DS verwendet werden. Als besondere Neuerung sollte ebenfalls die neue bewegungsstabile 3D-Funktion genannt werden. Die Innenkamera erkennt das Gesicht des Spielenden und richtet die 3D-Darstellung auf dessen Augen aus. Dadurch kann der Blickwinkel korrigiert werden und der Kopf muss nicht starr an einer Stelle gehalten werden.
Im Praxistest machte der New Nintendo 3DS XL eine gute Figur. So war es mit dem blickwinkelstabilen 3D-Effekt möglich, diesen auch längere Zeit ermüdungsfrei zu verwenden. Allerdings sollte der 3DS dafür nicht zu weit vom Kopf entfernt gehalten werden, denn dann ist kein 3D-Effekt mehr möglich. Das Taschengerät ist wohl nicht auf lange Arme ausgelegt. Leider ist die Auflösung der Bildschirme nicht mehr zeitgemäß, wodurch die Bilder immer pixelig erscheinen. Die Implementierung von NFC und der damit verbundenen amiibo-Partnerschaft, sind ein kluger Schachzug von Nintendo gewesen. Einerseits funktioniert die Technik problemlos, andererseits erschließt Nintendo einen zusätzlichen Markt, der auch den Sammeltrieb der Menschen ausnutzt. Nur wenn man wirklich alle Figuren bei seinen Spielen hat, ist auch das Spiel selbst mit allen Zusätzen komplett. Leider gibt es auch länderexklusive bzw. geschäftsexklusive limitierte Figuren, sodass ein wirklich komplettes Set oft unwahrscheinlich oder unverhältnismäßig teuer erscheint. Der C-Stick leistet gute Arbeit und erweitert den New 3DS um eine sinnvolle Funktion. Durch die geänderte Hardware ist es allerdings möglich, dass es exklusive Spiele für die neue Generation geben wird – Xenoblade Chronicles hat hier den Anfang gemacht. Die Akkulaufzeit von etwa sieben Stunden bei 3DS-Spielen war in Ordnung, aber nicht wirklich herausragend.
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